Magnus Carlsen gegen Jan Njepomnjaschtschi - Magnus Carlsen bleibt Weltmeister

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Vom 26. November bis 15. Dezember findet in Dubai die Weltmeisterschaft der Herren statt. Der Titelverteidiger und Weltranglistenerste Magnus Carlsen wird vom Sieger des Kandidatenturnieres 2021, Jan Njepomnjaschtschi, herausgefordert.

- Offizielle Seite: https://fideworldchampionship.com/

 

  Weltmeisterschaft der Herren in Dubai 26.11.-15.12.2021     01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12 13 14 Stand SK
1 Magnus Carlsen no 2855 = = = = = 1 = 1 1 = 1       7,5  
2 Jan Njepomnjaschtschi   2782 = = = = = 0 = 0 0 = 0       3,5  

 

Gespielt werden 14 Partien im Rhythmus 3 Tage Schach 1 Tag frei. Die erste Partie wird am 26. November ausgetragen. Die Begegnungen beginnen um 13.30 Uhr Berliner Zeit. Die Bedenkzeit beträgt 2h/40 + 1h/20 + 15min + 30 Sek Bonus ab Zug 61.

Wer 7,5 Punkte erreicht, wird neuer Champion. Im Falle eines Unentschieden bringt ein Schnellschach-Stichkampf die Entscheidung. 

Der Preisfonds beträgt 2 Millionen Euro und wird im Verhältnis 3:2 für den Sieger geteilt. 

11. Partie am 10. Dezember

Am Ende ging alles ganz schnell. Magnus Carlsen gewinnt auch die 11. Partie, erreicht damit die für den Matchsieg nötigen 7,5 Punkte und bleibt Weltmeister. Herausforderer Jan Njepomnjaschtschi, der vor dem Match den Eindruck einer viel gründlicheren und extensiveren Vorbereitung machte, konnte leider nur die ersten fünf Runden gegenhalten. Eine Partie wie die sechste zu verlieren, ist alles andere als eine Schande, aber danach brach er zusammen.

Heute sahen wir ein hochtaktisches Mittelspielgeplänkel, in dem Magnus Carlsen eine Qualität opferte. Als sich der Rauch verzogen hatte, stand ein Turmendspiel mit Mehrbauern für den mit den schwarzen Steinen spielenden Weltmeister auf dem Brett, welches er zum Sieg führte.

10. Partie am 8. Dezember

Die zehnte Partie endet "regulär". Carlsen hat Weiß, Russisch kommt aufs Brett und der Herausforderer hat zu keinem Zeitpunkt Probleme, das Gleichgewicht zu wahren.

9. Partie am 7. Dezember

Jetzt kommt es ganz dick für Jan Njepomnjaschtschi. In der neunten Partie stellt er eine Figur ein und lässt sich danach erstmal 20 Minuten nicht am Brett blicken. Dabei begann die Partie gut für ihn. Magnus Carlsen hatte die Eröffnung als Nachziehender arg provokativ behandelt. Zum Zeitpunkt des Einstellers stand Weiß mindestens nicht schlechter, sondern eher sehr aussichtsreich.

8. Partie am 5. Dezember

In Dubai ist eine Vorentscheidung gefallen. Magnus Carlsen gewinnt auch die zweite Weißpartie dieses Dreierblocks und geht mit zwei Punkten Vorsprung in Führung.

7. Partie am 4. Dezember

Jan Njepomnjaschtschi führt wieder die weißen Steine und lässt wieder keinen Marshall-Angriff von Magnus Carlsen zu, kann aber auch keinen Vorteil aus der Eröffnung herausholen.

6. Partie am 3. Dezember

Die sechste Partie brachte die erste Entscheidung. In der Eröffnung bekundete Jan Njepomnjaschtschi erneut, dass er hin Dubai bislang nicht gewillt ist, seine Haupteröffnung Grünfeld-Indisch zu spielen. So kam es wieder zu einer Katalanischen Partie. Später war es der Herausforderer selbst, der den letztendlich entscheidenden Tausch der weißen Dame gegen zwei schwarze Türme initiierte. In der bisher längsten Begegnung dieser WM und der WM-Geschichte überhaupt setzt sich Magnus Carlsen nach 136 Zügen durch.

5. Partie am 1. Dezember

Wir registrieren das nächste Remis. Diesmal steht wieder Spanisch und Anti-Marshall auf dem Brett. Jan Njepomnjaschtschi übte als Weißer Druck aus, kam aber nie in die Nähe von etwas Zählbarem.

4. Partie am 30. November

Auch die vierte Begegnung endet unentschieden. Diesmal wechselt der russische Herausforderer Jan Njepomnjaschtschi zur Russischen Verteidigung. Die Damen werden schnell getauscht, beide Seiten haben einen Freibauern und um den 30. Zug herum eine Remisschaukel gebastelt. Übrigens feiert Magnus Carlsen heute seinen 31. Geburtstag!

Ruhetag am 29. November

Nach dem Ruhetag steht ein Block von zwei Partien an.

3. Partie am 28. November

In der dritten Partie steht wieder Spanisch auf dem Programm. Es entwickelt sich eine Struktur, die optisch den mit Weiß spielenden Herausforderer bevorteilt: er verfügt über die Bauernmajorität am Königsflügel, während der Weltmeister am Damenflügel einen Doppelbauern ohne Auflösungsmöglichkeiten erhält. Aber der weiße König hat keine Einbruchsfelder, so dass auch diesmal wieder am Ende ein Remis zu Buche steht.

2. Partie am 27. November

Auch die zweite Begegnung endet unentschieden. Magnus Carlsen kommt als Weißer gut aus der Eröffnung, verspielt seinen Vorteil jedoch zwischen dem 17. und 20. Zug und verliert/opfert anschließend die Qualität. Letztendlich reicht sein Figurenspiel zum Remis aus. Stargast dieser Runde war Garri Kasparow.

1. Partie am 26. November

Herausforderer Jan Njepomnjaschtschi führt in der ersten Runde die weißen Steine. Er eröffnet mit 1. e4 und es entwickelt sich eine Spanische Partie, in der Schwarz bald einen Bauern opfert. Er gewinnt ihn später wieder und der Kampf endet bald unentschieden. 

 

Partien

- Partien im pgn-Format: wm.pgn